Newsletter Schweizer Buchhandel
Ausgabe 18/2026 vom 07. Mai 2026
4. Drei Fragen an ...
4. Anna Balbi, Projektleiterin Karawagen
Wie wurden Sie Projektleiterin des Karawagens?
Anna Balbi: Zum 25-Jahr-Jubiläum der Albert-Koechlin-Stiftung AKS 2022 sollten besondere Projekte entstehen – unter anderem eins für Kinder, das die Freude an Geschichten und Lesen fördert. Die Projektleitungen wurden innerhalb der AKS verteilt. Mich reizte dabei besonders, ein kreatives, lustvolles Projekt rund um Sprache und Geschichten mitgestalten zu dürfen. So steckte ich schon bald den Kopf zusammen mit Christine Weber von Wort & Ohr, und wir entwickelten gemeinsam die Idee des Karawagen.
Warum wird der Karawagen nicht weitergeführt?
Das Projekt war von Anfang an befristet geplant. Wir tourten in den fünf Jahren durch die ganze Innerschweiz, der Karawagen kam an über 40 Orten zu Besuch, nun geht diese Zeit bald zu Ende. Umso mehr freuen wir uns, dass er dank des Vereins Spieltraum weiterhin als Begegnungsort für Kinder und ihre Familien dienen kann.
Was hat Ihnen am Projekt am besten gefallen?
Es klingt nach einem Klischee, aber tatsächlich die leuchtenden Kinderaugen. Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere Ankunft in Altdorf im ersten Tourjahr. Wir rollten mit dem Karawagen auf den Schulhausplatz und ein Kind schrie laut «dä Karawagen chund!». Eine Horde Kinder stürmte freudig auf den Wagen zu. Kaum eingerichtet, eigneten sich die Kinder den Karawagen an und entdeckten Bücher, Buchstaben und Wortspiele, voll Freude und ganz in ihrem eigenen Rhythmus.
Weitere Themen:
1. Umsatzentwicklung im April 2026
1. Spürbarer Einfluss des Ostertermins
3. Albert-Koechlin-Stiftung
3. Der Karawagen rollt ein letztes Mal los
5. Swiss Gourmetbook Award
5. AT, LandLiebe Edition, Beobachter-Edition und Globi-Verlag geehrt
7. KI und Buchbranche
7. Plädoyer von Sebastian Guggolz
8. Woche der Meinungsfreiheit
8. Aktionen bis am Wochenende
